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Psychiatrie von A bis Z

Erfahren Sie im "ABC der Psychiatrie" Wissenswertes über psychiatrische Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten und weitere Themen rund um die Psychiatrie.

Psychiatrie von A-Z

Erfahren Sie wissenswertes

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Zwangsmaßnahmen

Maßnahmen gegen den erklärten Willen eines einwilligungsfähigen Patienten sind grundsätzlich nicht erlaubt. Wenn psychisch erkrankte Patienten aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, ihren Willen frei von Krankheitssymptomen zu bilden und wenn sie aufgrund der psychischen Erkrankung sich selbst oder andere Menschen erheblich gefährden, so erlaubt das Gesetz in Ausnahmefällen Maßnahmen gegen den Willen des einwilligungsunfähigen Patienten. Solche sogenannten Zwangsmaßnahmen wie zum Beispiel die Freiheitsberaubung, indem ein Patient in der Klinik behalten wird oder die Zwangsmedikation, also dass er verpflichtet wird, Medikamente einzunehmen, sind in den entsprechenden Gesetzen des Unterbringungsgesetzes des Landes (UBG), des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) aber auch im Strafgesetzbuch (StGB) geregelt. Solche Zwangsmaßnahmen sind außerhalb eines Notstandes nur mit richterlicher Genehmigung zulässig und müssen beim zuständigen Gericht beantragt werden. Hierüber wacht das Sozialministerium bzw. die Europäische Kommission für Menschenrechte.
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