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Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie


Seit 2004 ist das Angebot des Klinikums am Weissenhof um einen neuen Fachbereich erweitert: Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie verfügt über 24 vollstätionäre Behandlungsplätze. Damit wurde das bereits bestehende verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie-Angebot des Klinikums ausgebaut, sodass für die Patienten nun ein multimodales intensiv-psycho-therapeutisches Behandlungsangebot zur Verfügung steht.

Im März 2007 bezog die Klinik für Psychosomatische Medizin un Psychotherapie die grundsanierte Station PSM 24. Die Klinik verfügt über moderne Ein- und Zweibettzimmer mit zugehöriger Nasszelle in einer lichten, wohltuenden Atmosphäre.

Ein wesentliches Ziel der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist neben der wohnortnahen psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlung der Patienten der Ausbau und die Vernetzung dieses Behandlungsangebotes in der Region.


Patientenbezogene Kooperation

Die Kliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Klinikum am Weissenhof und am Diakonie-Krankenhaus in Schwäbisch Hall werden unter einer chefärztlichen Leitung geführt. Die Kliniken unterscheiden sich in den spezialisierten Behandlungs-schwerpunkten und unterschiedlichen psychotherapeutischen Konzepten. Das hat für die Patienten den Vorteil, dass sie nach einem Vorgespräch – falls eine stationäre Behandlungs-notwendigkeit festgestellt wird – in der für ihre Beschwerden am besten geeigneten Einrichtung behandelt werden können.
Die stationäre Aufnahme ist jeweils kurzfristig möglich.

Akutbehandlungsplätze zur Krisenintervention stehen auch für den Bereich der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie zur Verfügung.


Hilfe für Körper und Seele

Jeder 4. Bundesbürger leidet an Symptomen, bei denen berufliche Belastungen und psychische Faktoren eine Rolle spielen. Ein körperlicher Befund, der die Beschwerden erklären könnte, wurde trotz vieler und mitunter wiederholter Untersuchungen nicht gefunden. Häufig ist auch ein psychosomatischer Hintergrund der Beschwerden nicht ohne Weiteres erkennbar. Körper und Seele brauchen dann ein neues Gleichgewicht. Hilfe können Sie in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Klinikum am Weissenhof finden. Im weitläufigen und wohltuenden Gelände befindet sich die Klinik in einem einzeln stehenden Gebäude. Es stehen großzügig bemessene Funktionsräume (wie Küche und Speiseraum, Aufenthaltsraum mit Terrasse, ein Fernsehraum, Gruppenräume) zur Verfügung.
Die Behandlung erfolgt durch ein Team besonders qualifizierter Therapeuten (Ärzte und Psychologen) und Cotherapeuten (Mitarbeiter/Innen der Pflege, Musik-, Kunst-, Bewegungs- und Körperpsychotherapeuten).


Selbstwirksamkeit verbessern

Das Behandlungskonzept der Klinik orientiert sich nicht an psychotherapeutischen Schulen, sondern an den Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Patienten, es ist patientenorientiert.

Jeder Patient erarbeitet mit seinem Therapeuten und Co-Therapeuten auf seine individuelle Problemkonstellation ausgerichtete Therapieziele und Behandlungsstrategien.In enger Kooperation mit den internen und externen Fachabteilungen und Fachärzten werden körperliche Krankheiten diagnostisch ausgeschlossen bzw. mitbehandelt. Körperliche und psychosoziale
Diagnostik können so gleichzeitig erfolgen (Konzept der Simultandiagnostik und Simultantherapie). Die therapeutischen Vorgehensweisen basieren auf verhaltenstherapeutischen, psycho-
dynamischen, systemischen und hypnotherapeutischen Verfahren, sie sind ressourcen- und lösungsorientiert.

Das therapeutische Spektrum wird seit 2005 durch die Schematherapie nach J. Young ergänzt, um in der Zukunft auch schwere und komplexe Persönlichkeitsstörungen fokussierter und effektiver behandeln zu können.

In den individuell den Patienten zugeordneten Einzel- und Gruppentherapien können die Zusammenhänge zwischen Belastung, der bisherigen Belastungsverarbeitung und einzelnen Symptomen und Beschwerden erkannt, neue Bewältigungs-möglichkeiten herausgearbeitet und eingeübt werden.

Die Körper- und Bewegungspsychotherapie schult die Wahrnehmung von Körpersignalen, die im Alltag vielleicht nicht mehr wahrgenommen werden konnten. Ergänzt wurden die körperpsychotherapeutischen Verfahren 2005 durch die Feldenkraismethode.

Und was sich schlecht mit Worten sagen lässt: In der Kunst- und Musiktherapie findet es oft überraschende Ausdrucksformen in Farben und Klängen.


Krankheiten, die wir behandeln können

Durch störungsspezifische, speziell für die Beschwerden entwickelte Behandlungsprogramme können heute eine Vielzahl psychischer und psychosomatischer Erkrankungen gezielt und erfolgreich behandelt werden. In der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gibt es spezielle Behandlungsprogramme für Patienten mit

• Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, schwere Adipositas)
• Impulskontrollstörungen (u.a. Boderline-Störungen)
• Somatoformen Störungen einschließlich Schmerzstörungen
• Angststörungen
• Depressiven Störungen
• Zwangsstörungen
• Posttraumatischen Belastungsstörungen
• Dissoziativen Störungen
• Psychisch mitbeeinflusste körperliche Erkrankungen


Kopf- und Rückenschmerzen, Schmerzen im Magen- oder Unterleibsbereich, Schwindel-, Schwäche- und Erschöpfungszustände können psychosomatisch bedingt sein. Essstörungen wie Magersucht, Bulimie (Ess-Brechsucht) und massives Übergewicht sind ebenso Behandlungsschwerpunkte der Klinik, wie die Behandlung von Impulskontrollstörungen (insbesondere Borderline-Störungen nach dem Konzept der dialektischen Therapie, DBT nach M. Linehan).
Ängste gehen oft mit heftigen körperlichen Reaktionen einher und müssen gegebenenfalls auch stationär psychosomatisch behandelt werden, ebenso wie manche Depressionen, die mit körperlicher Symptomatik einhergehen oder die sich hinter den verschiedensten körperlichen Beschwerden „verstecken“ können.
Akute Gesundheits- und Lebenskrisen, die Diagnose einer schweren körperlichen Erkrankung wie Krebs oder Zuckerkrankheit, können eine stationäre psychosomatische Behandlung notwendig machen, um den Umgang mit der Erkrankung und die Bewältigung der neuen Lebenssituation möglich zu machen oder zu verbessern.
Manche entzündlichen Darm- und Hauterkrankungen, Bluthochdruck, Asthma oder Ohrgeräusche (Tinnitus) können gebessert oder im Alltag besser bewältigt werden, wenn psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen wird. Daneben können auch Patienten mit exzessiven krankheitsbezogenen Ängsten, mit sexuellen Störungen und Erkrankungen aus dem Bereich der internistischen, gynäkologischen und neurologischen Psychosomatik behandelt werden.


Wen wir nicht behandeln können

Patienten mit akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, Suchtkranken oder an akuter Psychose erkrankten Patienten kann in anderen Einrichtungen besser geholfen werden.


Psychosomatische Diagnostik, Indikation und Therapie:

Diagnostik
• Diagnostisches Informationsgespräch
• Integrative Diagnostik
• Körperliche Aufnahmeuntersuchung
• Psychosoziale Diagnostik
• Videogestützte Diagnostik
• Psychometrische Fragebogendiagnostik
• Biographische Anamnese
• Symptombezogene Diagnostik durch die internen und externen Fachabteilungen und Fachärzte
• Ergänzende apparative Diagnostik einschließlich Biofeedback-Diagnostik
• Diagnostische Paar- und Familiengespräche
• Festlegung der therapeutischen Ziele
• Verlaufsdiagnostik

Indikationsstellung für
• Erweiterte ambulante Diagnostik
• Ambulante Psychotherapie
• Stationäre psychosomatische Behandlung
• Weitervermittlung an andere Einrichtungen

Therapie
• Einzel- und Gruppentherapie
• Störungsspezifische Behandlungsverfahren
• Videogestützte Therapie
• Biofeedbacktherapie
• Psychoedukation
• Entspannungsverfahren
• Medikamentöse Therapie
• Bewegungs-/Körpertherapie
• Kunsttherapie
• Paar- und Familiengespräche
• Krisenintervention
• Ernährungsberatung

Aufnahme zur Behandlung

Wir möchten, dass Sie die bestmögliche Behandlung für Ihre Beschwerden erhalten. Da unser Behandlungskonzept nicht für jeden Patienten erfolgversprechend ist, um enttäuschende Behandlungsverläufe zu vermeiden und weil es oft vor Behandlungsbeginn viele Fragen zu klären gibt, führen wir mit Ihnen in der Regel vor Behandlungsbeginn ein diagnostisches Gespräch. Dazu bringen Sie bitte eine Ein- oder Überweisung sowie Vorbefunde von Ihrem Haus- bzw. Facharzt mit.
Ob eine Behandlung in unserer Einrichtung für Sie sinnvoll, notwendig und hilfreich sein könnte, können wir meist direkt nach dem Gespräch entscheiden.
Ihren einweisenden Arzt informieren wir über das diagnostische Gespräch und setzen uns- falls notwenig – auch telefonisch mit ihm in Verbindung.


Da die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in der Regel voll ausgelastet ist, lassen sich Wartezeiten zwischen dem Vorgespräch und der stationären Aufnahme nicht immer vermeiden. Zur Krisenintervention ist die sofortige stationäre Behandlung in der Regel möglich.


 




Chefarzt:
Prof. Dr. Friedebert Kröger

Pflegedienstleitung:
Peter Stumpf

Sekretariat Eva Stricker:
(07134) 75-1820

Besuchszeiten:
nach Vereinbarung

Station:
PSM24


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