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Genussgruppe

Das Ziel der Genussgruppe ist die genussvolle Wahrnehmung über die verschiedenen Sinneskanäle zu trainieren, so dass es möglich wird, auch aus einfachen Dingen mehr Freude und Genuss zu gewinnen.

Die Genussgruppe umfasst 5 Sitzungen mit max. 7 Teilnehmern und dauert ca. 1 Stunde. Jeder Sitzung ist ein Sinnesbereich zugeordnet - Sehen, Riechen, Fühlen, Hören, Schmecken. Hierfür befindet sich ein Tisch in der Mitte des Stuhlkreises auf dem unterschiedliche Animationsmaterialien zur Verfügung stehen. Beim Thema Riechen können dies zum Beispiel Blumen, Kräuter, Seifen, Schuhcreme, Waschmittel, Kerzen, Möbelpolitur und anderes sein.

Zu Beginn der Gruppe werden die sogenannten Genussregeln vorgestellt und anhand von Beispielen erklärt. Dann wählen sich die Teilnehmer in aller Ruhe aus dem auf dem Tisch befindlichen Angebot eine Stimulanz aus, die ihnen im Augenblick am besten gefällt. Die Teilnehmer konzentrieren sich auf ihre ausgewählte Stimulanz und in einer anschließend geleiteten Vorstellungsübung gilt es auch Querverbindungen zu anderen Sinnesbereichen zu erschließen.

Genießen heißt auch, die positiven Eindrücke, die uns unsere Sinne vermitteln, aufmerksam, sensibel und intensiv zu beachten, sie auf uns wirken zu lassen und sie wertschätzend in uns aufzunehmen.

Therapieprogramm zum Aufbau positiven Erlebens und Handelns

Insgesamt geht es darum, Gegebenheiten wieder neu zu entdecken, in und mit denen sich Patienten wohlfühlen und sei es auch nur für einige Augenblicke. Die Patienten sollen sich auf die Suche nach "Tankstellen" machen, an denen sie Kraft schöpfen und Energie tanken können, um all dem Belastenden, das das Leben ausmacht, besser standhalten zu können. Nehmen wir einmal an, wir würden auf einer Waage mit zwei Waagschalen in der einen die positiven Eindrücke wiegen und auf der anderen die belastenden Ereignisse. Neigt sich die Waagschale mit den negativen Erlebnissen nach unten, dann werden wir krank. Sind die Gewichtsverhältnisse dagegen umgekehrt, dann werden wir nicht krank.

Es sollte sich dabei allerdings um wohl dosierte kleine Annehmlichkeiten handeln. Denn heftige, dramatische positive Erlebnisse können uns gelegentlich durchaus auch aus der Bahn werfen. Das heißt also, wir tun gut daran, wenn wir immer über ein kleines "Polster" auf der positiven Erlebniswaagschale verfügen. Damit können wir belastende Ereignisse, die in jedem Leben auftreten ausgleichen. Und erst recht müssen wir dafür sorgen, uns angenehme Eindrücke zu erschließen, wenn die Waagschale mit den belastenden Ereignissen zu kippen droht oder bereits schwerer geworden ist. Wenn wir uns immer wieder kleinen Genüsslichkeiten öffnen, stärken wir unser seelisches Immunsystem.