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Schmerzmanagement

Ein akuter Schmerz hat neben der negativen Empfindung eine wertvolle Alarm- und Schutzfunktion. Er signalisiert, wenn dem Körper Verletzungen drohen oder wenn irgendetwas nicht mehr funktioniert und dient dem Erhalt der Unversehrtheit unseres Körpers. Ein akuter Schmerz dauert Sekunden bis maximal Wochen. Auch akute Schmerzen sollten möglichst schnell und optimal behandelt werden, weil jeder Schmerz im Gehirn eine Gedächtnisspur hinterlassen kann. Wenn Schmerzen dauerhaft (länger als sechs Monate) anhalten oder immer wiederkehren, sind sie chronisch. Sie haben ihre eigentliche Schutzfunktion als Warnsignal verloren und bedürfen einer besonderen Behandlung.

Schmerzeinschätzung

Jeder erlebt seine Schmerzen anders. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Schmerzen beschreiben.

Die Antworten auf folgende Fragen sind für Ihre Schmerzbehandlung besonders bedeutungsvoll:

  • Wo haben Sie Schmerzen?
  • Wie lange haben Sie schon Schmerzen?
  • Wie empfinden Sie Ihre Schmerzen (z. B. stechend, dumpf)?
  • Wie stark sind Ihre Schmerzen?
  • Wie lange dauern Ihre Schmerzen an?
  • Wann treten Ihre Schmerzen besonders stark auf?
  • Was verstärkt Ihre Schmerzen?
  • Was schwächt Ihre Schmerzen ab?
  • Welche Situationen lösen Ihre Schmerzen aus?
  • Was haben Sie bisher zur Schmerzlinderung unternommen?

Medikamentöse Schmerzbehandlung

Bei der Schmerzbehandlung spielen Medikamente eine wichtige Rolle. Diese Substanzen verringern bzw. unterdrücken die Schmerzleitung, Schmerzempfindung und Schmerzverarbeitung. Ihr behandelnder Arzt wird mit Ihnen gemeinsam eine für Sie geeignete Therapie besprechen.

Die vom Arzt verordneten Medikamente sollten Sie entsprechend der Anordnung einnehmen. Lassen die Schmerzen dennoch nicht nach oder verstärken sich gar, melden Sie sich bitte frühzeitig. Schmerzmedikamente können aber auch Nebenwirkungen (wie z. B. Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Juckreiz oder Mundtrockenheit) zeigen. Es ist wichtig, dass Sie uns bei deren Auftreten rechtzeitig darüber informieren.

Nichtmedikamentöse Schmerzbehandlung

Nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Schmerzbekämpfung werden als ergänzendes Angebot zur medikamentösen Behandlung verstanden.

  • Anwendung von Wärme führt zur Muskelentspannung und Durchblutungsförderung (z. B. bei Gelenkbeschwerden, Rücken- oder Muskelschmerzen, Krämpfen, Koliken).
  • Durch die Anwendung von Kälte nimmt die Sensibilität für Schmerz ab (z. B. bei Prellungen, Schwellungen, Kopfschmerzen, Blutungen, Gelenkbeschwerden).
  • Entspannungsverfahren wie z. B. entspannende Einreibungen, progressive Muskelentspannung oder Aromapflege helfen, den Schmerz zu lindern und Stress abzubauen.
  • Musik hören, Fernsehen, Lesen, Spazieren gehen oder andere Beschäftigungen können helfen, das Schmerzempfinden zu reduzieren.
  • Das Erlernen schmerzreduzierender Bewegungsabläufe ist insbesondere bei Schmerzen des Bewegungsapparates sehr wichtig.