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Jugendstation

"Ich bin nicht die einzige mit diesen Problemen."
"Ich kann wieder besser schlafen."
"Ich bin nicht mehr so pingelig bei der Auswahl vom Essen."
"Ich habe mich bei einer alten Freundin gemeldet.
"

Mit solchen Sätzen haben Patienten auf der Jugendstation positive Veränderungen beschrieben, die sie in verschiedenen Phasen der Behandlung wahrgenommen haben. Am Beginn einer Behandlung steht meist die Erfahrung, das eigene Verhalten nicht mehr wirklich „im Griff zu haben“ und sich selbst und andere nicht mehr richtig zu verstehen. In der Behandlung kommt es darauf an, zusammen mit den Therapeuten und Stationsbetreuern eine gute Balance zu finden zwischen:

…sich auf die Probleme zu konzentrieren,
…seine eigenen Stärken (wieder) zu finden.
…Belastung (wieder) auszuhalten,
…Entspannung und Ablenkung zu zulassen
…das Auftauchen schwieriger Gefühle zu verstehen,
…Lösungen zu suchen.
…neue Lösungen im Verlauf der Behandlung zu probieren.
…passende Hilfen für die Zeit nach der Entlassung zu finden.

Im Jugendbereich behandeln wir psychische Störungen und Erkrankungen, die mit erheblichen Problemen bei der Alltagsbewältigung verbunden sind.

Die Behandlungsdauer hängt von der Art der Störung und dem Krankheitsverlauf ab. Am besten geht es voran, wenn es gelingt, gegenseitig Vertrauen und Offenheit zu entwickeln und Patienten und Eltern/Bezugspersonen aktiv in der Behandlung mitarbeiten.
Zum Jugendbereich gehören 11 Behandlungsplätze auf der offenen Jugendstation 51 und zwei Behandlungsplätze im Intensivbereich von Station 53, auf der auch die Notfallbehandlungen erfolgen.
 
Im Jugendbereich arbeiten Fachärzte und Ärzte in Weiterbildung, Psychologen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Ausbildung, Gesundheits- und Krankenpfleger, Erzieher, Sozialarbeiter und Fachtherapeuten (Bewegungs-, Musik- und Ergotherapie) im Team zusammen.

Die auf dem Klinikgelände liegende Schule für Kranke bietet Unterricht an und hilft Ängste gegenüber der Schule abzubauen.

Wichtige Bausteine von Behandlungen sind Medikation, über die nach standardisierten Richtlinien aufgeklärt wird, und Aktivierung, die durch Einzel- und Gruppenangebote erfolgt. Ein Beispiel für einen Wochenplan und die Hausordnung der Jugendstation sind hier zu finden.
Jeder Patient hat in der Klinik einen fallführenden Therapeuten, der für seine Behandlung besonders zuständig ist und die Einzel- und Familiengespräche führt. Regelmäßige psychotherapeutische und fachärztliche Visiten sorgen für eine kontinuierliche Beurteilung des Therapieverlaufs.

Oft geht es darum, längerfristige Hilfen für die Zeit nach der Entlassung zu finden und anschließende Behandlungen vorzubereiten. Unser Sozialdienst unterstützt bei Bedarf die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe oder anderen Hilfeträgern. Meistens geht es auch darum, einen neuen Umgang mit Problemen einzuüben und Interessen neu zu finden oder wieder zu entdecken. Hierbei unterstützen und begleiten die Betreuer des Pflege- und Erziehungsdienstes auf Station in Zusammenarbeit mit dem ganzen Team.