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Kompetenzen und Krankheitsbilder

Welche Probleme haben Sie?

Wir stellen Ihnen die bei uns am häufigsten behandelten, aber auch sehr selten behandelte Störungen vor.

Behandlungsschwerpunkte

Posttraumatische Belastungsstörungen

Posttraumatische Belastungsstörungen

Es werden Patienten behandelt, die Unfälle, Überfälle, Vergewaltigungen, Naturkatastrophen nicht überwunden haben (Posttraumatische Belastungsstörungen vom Typ I).

Aber auch für Patienten, die über einen längeren Zeitraum Gewalt, Terror, Gefangenschaft oder sexuellem Missbrauch ausgesetzt worden sind (Posttraumatische Belstungsstörung vom Typ II) gibt es mittlerweile effektive Behandlungsansätze.

Die Patienten leiden unter Intrusionen (sich aufdrängenden Erinnerungen, dem Wiedererleben und Alpträumen). Sie vermeiden aber auch die Gedanken und die Situationen, die diese Intrusionen auslösen könnten.

Die Folgen sind Angst- und Panikzustände, Depressionen, Suchterkrankungen und vieles mehr.

Borderline-Störung

Borderline-Störung

Die neuere Bezeichnung für dieses Störungsbild ist "Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderlinetypus". Die Patienten bemühen sich verzweifelt, ein reales oder ein befürchtetes Verlassenwerden zu verhindern. Oft weisen sie ein Muster von instabilen und intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen auf, das sich durch den Wechsel zwischen den Extremen Überidealisierung und Abwertung auszeichnet.

Die Patienten weisen oft ein anhaltendes und deutlich gestörtes, verzerrtes oder instabiles Selbstbild bzw. ein gestörtes Gefühl für die eigene Person auf. Oft verwenden diese Patienten eine Vielzahl von problematischen impulsiven Verhaltensweisen (wie Geld ausgeben, Sexualität, Substanzgebrauch, Ladendiebstähle, rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle usw.). Oft haben sie sich schon wiederholt selbst verletzt, Suiziddrohungen ausgesprochen oder Suizidversuche durchgeführt. Sie leiden oft unter ausgeprägten Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühlen und/oder einem chronischen Gefühl der Leere. Oft leiden sie auch unter übermäßiger und starker Wut und/oder der Unfähigkeit, diese Wut zu kontrollieren. Vorübergehend können stressabhängig schwere dissoziative Symptome oder paranoide Wahnvorstellungen auftreten.

Weiterführende Literatur:
Linehan, M.M.: Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
CIP Medien: München, 1996

Zwangsstörungen

Zwangsstörungen

Diese Patienten leiden unter ungewollt sich aufdrängenden Befürchtungen wie z. B. einem Schaden verursacht oder Verunreinigungen weitergegeben zu haben. Sie vermeiden dann immer mehr Auslöser für solche Gedanken. Wenn diese Gedanken nicht vermieden werden können, treten starke Impulse auf, mögliche Schädigungen gedanklich oder verhaltensbezogen zu neutralisieren. Oft wissen die Patienten, dass ihre Befürchtungen unrealistisch sind. Sie haben oft nur noch wenig Vertrauen in die Stabilität ihrer psychischen Funktionen (wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Gefühle, Motive, eigenen Willen usw.) Sie haben Probleme mit der Gefühlswahrnehmung und dem Gefühlsausdruck. Ihr Gefühl für die eigene Identität (sense of self) ist ebenfalls oft erheblich gestört. Ähnliche Störungsmuster liegen bei der hypochondrischen Störung, der körperdysmorphen Störung und der pathologischen Eifersucht vor.

Selbsthilfeliteratur:
Foa, E. W. & R. Wilson. Hör endlich auf damit. Wie Sie sich von zwanghaften Verhalten und fixen Ideen befreien. Heine Verlag: München, 1991

Weiterführende Literatur:
Neudeck, P.  & H.-U. Wittchen. Konfrontationstherapie bei psychischen Störungen. Hogrefe: Göttingen, 2005

Essstörungen

Essstörungen

Wir behandeln häufig Patienten mit Bulimia nervosa (häufiges Überessen und Erbrechen), mit einer binge-Eating-Störung (Überessen ohne Erbrechen meist mit Übergewicht) und Anorexia nervosa mit neutralisierenden Typus bzw. auch häufig als Bulimarexie (restriktives Essen wechselt sich mit Überessen und Erbrechen bei einem BMI unter 17,5 ab) bezeichnet. Die Patienten sind fast andauernd gedanklich mit Essen, Gewicht und Figur beschäftigt.

Sie haben oft Angst vor dem Zunehmen (Gewichtsphobie) und leiden unter einer Körperschemastörung (sie fühlen sich trotz ihres geringen Gewichtes übergewichtig). Das Weiterbestehen von Körperschemastörungen nach einer Behandlung stellt das größte Rückfallrisiko für diese Patientinnen dar. Deshalb bieten wir für diese Patienten sowohl im Einzel-als auch im Gruppensetting ein spezielles Trainingsprogramm für ihre Körperschemastörung an.

Weiterführende Literatur:
Neudeck, P. & H.-U. Wittchen. Konfrontationstherapie bei psychisch Störungen. Hogrefe: Göttingen,2005."

Angststörungen

Angststörungen

Bei den Agoraphobien und Panikstörungen bestehen häufig Ängste zu sterben, bewusstlos zu werden, verrückt zu werden oder als hilflose Person herumzuirren. Hier stellt Konfrontationstherapie das Mittel der Wahl dar.

Selbsthilfeliteratur:
Mathews, A., M. Gelder & D. Johnston, Platzangst. Agoraphobie. Ein Übungsprogramm für Betroffene und Angehörige. Springer Verlag: Berlin. 1988

Weiterführende Literatur:
Neudeck, P. und H-.U. Wittchen. Konfrontationstherapie bei psychischen Störungen. Hogrefe: Göttingen,  2005


 

Patienten mit sozialen Phobien haben Angst mit überwiegend sichtbaren Anzeichen für Unsicherheit (wie Zittern, Erröten, Schwitzen usw.) sozial aufzufallen und negativ von anderen bewertet zu werden.

Hier stellen Konfrontationsverfahren und Videoexpositionen wesentliche Therapiebausteine dar.

Weiterführende Literatur:
Stangier, U., B.M. Clark & A.Ehlers. Soziale Phobie. Fortschritte der Psychotherapie. Hogrefe: Göttingen 2006.
Neudeck, P. und H.-U. Wittchen. Konfrontationstherapie bei psychischen Störunge. Hogrefe: Göttingen, 2005


Patienten mit einer generalisierten Angststörung machen sich in vielen Lebensbereichen (eigene Gesundheit, Familienangehörige, Beruf usw.) große Sorgen und beschäftigen sich überwiegend gedanklich damit, das Eintreten von antiziperten Katastrophen zu verhindern bzw. der Auswirkungen zu minimieren.

Die Patienten haben vor neuen und schwierigen Ereignissen extreme Erwartungsangst, deren Höhe in den dann folgenden realen Situationen fast nie erreicht wird. Therapeutisch kommen Methoden des Grübelmanagements und des Konfrontationsverfahrens zur Anwendung.

Weiterführende Literatur:
Neudeck, P. und H.-U. Wittchen. Konfrontationstherapie bei psychischen Störungen.
Hogrefe: Göttingen, 2005

Depressive Störungen

Depressive Störungen

Diese Patienten haben ein sehr niedriges Aktivitätsniveau, ein niedriges Selbstwertgefühl und leiden unter depressiven Verstimmungen. Neben einer medikamentösen Behandlung stehen Strategien zum Aktiviäten-Aufbau, zum Aufbau von sozialen Fertigkeiten, Entspannungsmethoden und kognitive Methoden im Vordergrund. Bei chronifizierten depressiven Störungen kommt CBASP zur Anwendung. Mit dieser Methode kann man auch paranoide Persönlichkeitsstörungen behandeln.

Weiterführende Literatur:
McCullough, J.P.: Behandlung von Depressionen mit dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy. CIP-Medien: München, 2009

Einfache Impulskontrollstörungen

Einfache Impulskontrollstörungen

Patienten mit exzessiven Gewohnheiten oder Impulskontrollstörungen (wie pathologischem Glücksspielen, Internet-Sucht, Kleptomanie, pathologischem Einkaufen, tics oder Tourette-Syndrom, sexuelle Abweichungen oder artifiziellen Dermatosen) bedürfen einer jeweils spezifischen symptombezogenen Behandlung. Je nach Verlaufsmuster der Erkrankung kommen Habit Reversal Training, Self Modeling über Videorückmeldung, Cue Exposure oder Desensibilisierung von Handlungsketten-Unterbrechungen (EDHU) zur Anwendung.