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Psychiatrie von A bis Z

Erfahren Sie im "ABC der Psychiatrie" Wissenswertes über psychiatrische Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten und weitere Themen rund um die Psychiatrie.

Alkoholabhängigkeit

Alkoholabhängigkeit ist in Deutschland die häufigste Suchterkrankung. Etwa 1,8 Millionen Deutsche sind davon betroffen. Das entspricht circa 3,4 Prozent der Bevölkerung, davon 4,8 % Männer und 2 % Frauen. Bei Alkoholiker_innen beeinflusst Alkohol den Tagesablauf und das soziale Leben drastisch. Alkohol beeinträchtigt die körperliche und geistige Gesundheit, die Beziehungen zu anderen Menschen, das Sozialleben und die Arbeit. Der plötzliche Entzug der Droge kann zu dramatischen Entzugserscheinungen führen (Delir). Alkoholabhängigkeit wird häufig von Ärzt_innen übersehen, viele Betroffene leugnen ihr Trinken auch bei direkter Nachfrage. Alkoholiker_innen werden auf speziellen Suchtstationen eines Krankenhauses behandelt. Die Therapie beginnt immer mit einem Alkoholentzug. Das Ziel ist völlige Abstinenz, nicht das kontrollierte Trinken. Eine Entgiftung dauert wenige Wochen, dabei müssen alle Körperfunktionen medizinisch überwacht werden. Anschließend folgt die Entwöhnung, die eigentliche Suchttherapie. In dieser Zeit werden die Betroffenen etwa zwei bis sechs Monate in speziellen Fachkliniken behandelt. Vor allem mithilfe einer Psychotherapie lernen sie dort, ihre Sucht zu bewältigen. Das soziale Umfeld der Alkoholabhängigen, ihre Partner_in und Angehörige werden meist in die Therapie mit einbezogen. Dennoch ist die Gefahr eines Rückfalls sehr groß, höchstens 50 Prozent gelingt eine dauerhafte Abstinenz.